Über mich
Vom Kreißsaal zur Präzisionsmedizin — eine Geschichte über Überzeugung und Konsequenz.

Der Anfang
Im Jahr 1999 hat die Zentralvergabestelle für mich entschieden, dass ich in Greifswald Medizin studieren würde. Was ich dort fand, war besser als jeder eigene Plan: eine kleine, enge Studentengemeinschaft, wenig Ablenkung und die Freiheit, wirklich in die Tiefe zu gehen. Greifswald hat mir etwas mitgegeben, das ich bis heute nicht missen möchte, nämlich die Fähigkeit, mich vollständig auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Lernen selbst hat mich seitdem nie losgelassen, weil es für mich bis heute kaum ein größeres Glück gibt, als Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen.
Die Entscheidung für die Gynäkologie
Ursprünglich hatte ich andere Pläne. Neurochirurgie war das Fach, das ich anstrebte, weil ich von Anfang an ein Fach mit echtem Impact wollte und mich nicht in vermeintlich typische Bahnen drängen lassen wollte. Erst im letzten Tertial meines Praktischen Jahres, als ich in die Gynäkologie kam, verstand ich, was dieses Fach wirklich ist: Endokrinologie, Chirurgie, Geburtshilfe und Onkologie in einem, vereint durch die Begleitung von Frauen in den einschneidendsten Momenten ihres Lebens. Sechs Tage nach meinem dritten Staatsexamen habe ich angefangen zu arbeiten. Heute weiß ich, dass eine Auszeit klüger gewesen wäre. Damals war der Antrieb einfach stärker als jede Vernunft.

Die Klinikjahre
Vier Jahre Klinik bedeuteten für mich operative Gynäkologie, Kreißsaal und palliative Onkologie zugleich. Ich habe Frauen bei der Geburt begleitet und Menschen beim Sterben. Ich habe Chemotherapien betreut und gelernt, mit welcher Würde und Zuversicht Menschen durch das Schwerste gehen können, was das Leben bereithält. In dieser Zeit habe ich regelmäßig über 100 Stunden pro Woche gearbeitet, nicht weil es verlangt wurde, sondern weil ich meine Patientinnen schlicht nicht alleine lassen konnte. Diese Jahre haben mir etwas gegeben, das sich nicht in Büchern findet: eine tiefe Demut vor dem Leben und die unerschütterliche Überzeugung, dass Medizin nur dann wirklich hilft, wenn sie den Menschen sieht und nicht nur seinen Befund.
Der Aufbau
Als ich die Klinik verließ, begann ich etwas, woran damals kaum jemand geglaubt hätte, am wenigsten die Banken, die mir kein Geld geben wollten. Ich eröffnete eine Praxis für funktionelle Medizin, zu einer Zeit, als dieser Begriff in Deutschland noch kaum jemand kannte, und zwar buchstäblich im Keller. Was folgte, war keine große Strategie, sondern die logische Konsequenz aus dem, was ich täglich erlebte: Aus dem Keller wurde eine wachsende Praxis, aus einer Praxis wurden zwei, aus zwei wurden schließlich über 3.000 Patientinnen, sechs angestellte Ärzte und Standorte in Berlin und Leipzig. Auf der Warteliste standen dauerhaft über 800 Namen, und genau das machte mir jeden Tag bewusst, dass es weit mehr Menschen gab, die diese Art von Medizin brauchten, als ich je innerhalb von vier Wänden erreichen könnte.
Die Entscheidung
Im Jahr 2023 habe ich meine Praxen lukrativ verkauft, sowohl aus einem Gefühl der Erschöpfung heraus als auch aus der sehr klaren Erkenntnis, dass ich niemals alle Menschen, die von meiner Hilfe profitieren würden, innerhalb eines Praxisbetriebes erreichen kann. Heute leite ich eine Online-Akademie für Ärzte, Heilpraktiker und Health Coaches, spreche auf nationalen und internationalen Bühnen und schreibe Bücher, die Menschen helfen, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Die Reichweite, die mir vier Wände nie geben konnten, wächst jeden Tag.
Wer ich bin, wenn ich nicht arbeite
Seit 25 Jahren betreibe ich Kraftsport, nicht als Ausgleich, sondern als Ausdruck derselben Überzeugung, die meine Arbeit trägt: dass man selbst leben sollte, was man lehrt. Privat bin ich Ehefrau und Mutter zweier Söhne und finde in beidem den Gegenpol zu allem, was Bühne und Bildschirm mit sich bringen.
Wofür ich stehe
Meine Werte
Präzision vor Pauschalität
Jeder Körper erzählt eine eigene Geschichte. Meine Aufgabe ist es, sie zu lesen — nicht sie in ein Schema zu pressen.
Klarheit vor Diplomatie
Ich sage, was die Daten hergeben. Nicht, was bequem ist. Wer Haltung zeigen will, muss auch unbequeme Wahrheiten klar formulieren.
Wirkung vor Reichweite
Ein Vortrag, der einen Arzt verändert, ist mehr wert als tausend Likes. Tiefe schlägt Breite — in der Medizin und in der Kommunikation.
Stationen
Werdegang
Interesse an einem Vortrag oder einer Zusammenarbeit?
Ich freue mich über Ihre Anfrage.